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Katze frisst kein Nassfutter – So überzeugst du “Trockenfutter-Junkies”

Für Katzen ist eine Ernährung mit einem hochwertigen Nassfutter oder BARF am gesündesten. Leider hängen viele Samtpfoten am Trockenfutter und lassen sich auch nicht so leicht davon abbringen. Deine Katze frisst kein Nassfutter? Dann hast du eine harte Aufgabe vor dir, aber mit unseren Tipps und viel Geduld wird die Futterumstellung funktionieren!

Regelmäßige Leser von Katzenkram werden es bestimmt schon wissen: Wir sind absolut keine Fans von Trockenfutter. Diese Abneigung können wir unwiderlegbar begründen:

Das sind wirklich gute Gründe, warum deine Katze besser kein Trockenfutter fressen sollte.

Das größte Problem bei Trockenfutter für Katzen ist die fehlende Feuchtigkeit. Wird eine Katze ausschließlich mit TroFu gefüttert, leidet sie unter dauerhaftem Flüssigkeitsmangel, außer man investiert wirklich viel täglichen Aufwand, das Tier zum Trinken zu animieren.

Übliche Tipps wie “immer einen Trinknapf am Futterplatz aufstellen” reichen bei weitem nicht aus, damit die Tiere mit ausreichend Wasser versorgt werden.

Bei Flüssigkeitsmangel werden die Nieren und die Harnwege der Katze zu wenig durchspült. Es drohen so Harnwegsinfekte, Harnsteine und im schlimmsten Fall Nierenerkrankungen.

Nierenerkrankungen sind die vorzeitige Todesursache Nummer 1 bei Katzen in Deutschland!

Ein gutes Katzenfutter sollte dem liebsten Beutetier der Katze, also der Maus, möglichst nahe kommen: Ein Fleischanteil von 95%, dazu 80% Feuchtigkeit und maximal 1-3% pflanzliche Zutaten und Ballaststoffe, sowie eine kleine Menge Knochen.

Katze frisst nur Trockenfutter

Katze frisst nur Trockenfutter

Deine Katze frisst kein Nassfutter, und besteht stur auf ihr Trockenfutter? Dafür sind allerhand Lockstoffe und Tricks der Futterhersteller verantwortlich. Denn natürlich haben die Hersteller ein großes Interesse daran, dass Katzen nur noch ihre Marke fressen wollen.

Trockenfutter besteht hauptsächlich aus günstigen Nebenprodukten und Pflanzenabfällen. Kombiniert mit ein paar künstlichen Aromen, einem Hauch Geschmacksverstärkern, etwas Fett, einer Prise verstecktem Zucker, oder einer Spur nach Bratensoße schmeckendem Proteinhydrolysat wird jede Katze im Nu regelrecht abhängig von dem Zeug.

Die Katze wird Trockenfutter jedem hochwertigen Nassfutter vorziehen – und viele Menschen denken auch noch, dass Sie ihrem Tier etwas Gutes tun – schließlich muss die Katze doch wissen, was gut für Sie ist?

Aber genau das ist nicht der Fall – es ist DEINE Aufgabe, auf eine gesunde Katzenernährung zu achten!

Der große Vorteil von Trockenfutter ist ja, dass es schnell und sauber zu verfüttern ist. Außerdem kann man auch morgens den Napf schön voll machen, bevor man zur Arbeit geht. Viele Katzen teilen sich die Futterration tatsächlich ein.

So versuchen es viele Katzenhalter mit einer Mischfütterung aus Trockenfutter und ein oder zwei Portionen Nassfutter am Tag. Leider funktioniert das nur in den wenigsten Fällen auf Dauer. Mit der Zeit zieht die Katze das Trockenfutter vor. Dann lässt sie das Nassfutter stehen und verlangt mit empörtem Gesichtsausdruck nach TroFu in ihrem Futternapf.

Deine Katze frisst kein Nassfutter mehr? Um diese Probleme zu vermeiden, empfehlen wir Katzenhaltern, ausschließlich Nassfutter zu füttern.

Für Berufstätige gibt es übrigens inzwischen auch gute Lösungen, zum Beispiel Futterautomaten, die auch mit Feuchtfutter bestückt werden können Hier wird das Futter mit Kühlakkus.

Als ersten Schritt sollte deine Samtpfote Nassfutter überhaupt erstmal kennenlernen. Neben ihren Futternapf mit Trockenfutter solltest du ihr also für ein oder zwei Tage bei jeder Mahzeit ein Schüsselchen Nassfutter daneben stellen.

So kann sie schon einmal etwas daran schnuppern, vielleicht sogar probieren. Auf jeden Fall verknüpft sie die neue Futterart überhaupt erstmal mit Nahrungsaufnahme.

Einen Versuch ist es wert, deine Katze einfach vor vollendete Tatsachen zu stellen: Ab jetzt gibt es nur noch Nassfutter!

Dabei musst du drei Dinge beachten:

Schaff alle Trockenfutter-Vorräte aus dem Haus. Deine Katze riecht, wenn ihr gewohntes Futter noch verfügbar ist, sie wird also einen extra dicken Dickkopf haben.

Womöglich wird deine Katze das Fressen verweigern. Das ist bei gesunden Katzen ohne Übergewicht auch nicht weiter schlimm. Bis zu 24 Stunden darf ein solcher “Hungerstreik” dauern, ohne das es ihr gesundheitlich schadet. Frisst sie kleine Mengen Nassfutter, verlängert sich diese Zeitspanne.

Leckerlis sollte es während der Umstellung nicht geben, damit deine Katze ihren Appetit nicht damit stillt.

Wenn deine Katze nach einer Radikalumstellung anfängt, kleine Portionen Nassfutter zu fressen, dann hast du schon halb gewonnen. Bleib dabei, und gib nicht nach. Serviere ihr das Nassfutter gut gelaunt und mit positiver Ausstrahlung. Mit der Zeit wird deine Katze mehr fressen, ihr Fressverhalten wird sich also normalisieren.

Bei dieser Variante können natürliche Futterumstellungshilfen wie Hühnerherzengranulat zum Durchbruch verhelfen.

Viele Katzenhalter scheitern an dieser Methode, weil sie die verständnislosen und beleidigten Blicke ihrer Katze nicht ertragen können. Sie wird natürlich alles versuchen, damit du einknickst. Auf dieses Verhalten musst du also gefasst sein.

Auch bei dieser Alternative ist es unheimlich wichtig, dass du als “Dosenöffner” die richtige Einstellung hast. Du brauchst Geduld und den festen Willen, dass deine Samtpfote in Zukunft Nassfutter fressen soll, ihrer Gesundheit zu Liebe.

Auch in diesem Fall sollte dein kleiner Tiger keine Leckerlis bekommen, damit er bei der nächsten Mahlzeit auch Appetit hat.

Wenn deine Katze bisher noch nie oder nur sehr selten Nassfutter gefressen hat, dann muss du sie zunächst an die neue Konsistenz gewöhnen.

Befeuchte dazu das Trockenfutter leicht mit Wasser. Das geht am besten mit einer sauberen Blumenspritze, so lässt sich das Futter gleichmäßig anfeuchten.

Nimmt deine Katze das an, kannst du das Futter von Mahlzeit zu Mahlzeit ein bisschen mehr befeuchten.

Deine Katze kommt mit der feuchten Konsistenz des Futters gut zurecht? Das ist ein toller erster Erfolg. Jetzt ist es Zeit für die eigentliche Futterumstellung.

Feuchte das bisherige Futter wie gewohnt an, und rühre dann einen halben Teelöffel vom Nassfutter sorgfältig unter.

Setz ihr diese Mischung bei jeder Mahlzeit vor, bis sie zuverlässig alles frisst. Ist das der Fall, kannst du die Menge Nassfutter um einen weiteren halben Teelöffel erhöhen.

Auf diese Art erhöhst du Schritt für Schritt die Menge Nassfutter, um Gegenzug reduzierst du die Trockenfuttermenge dementsprechend.

Wenn deine Katzen einmal das Fressen verweigert und den Napf stehen lässt, dann musst du die Menge Nassfutter wieder ein wenig reduzieren.

Auf diese Art wirst du es ganz sicher schaffen, deine Katze an Nassfutter zu gewöhnen.

Damit du den Überblick über die Mengen Futter nicht verlierst, kannst du hier kostenlos einen Merkzettel zum Ausdrucken herunterladen:

Eine Radikal-Umstellung mit eventuellem Hunger-Streik dauert 1-2 Tage.

Eine schrittweise Gewöhnung an das neue Futter mit der Substitutionsmethode dauert in der Regel 2 Wochen. Bei besonders hartnäckigen Katzen, die partout kein Nassfutter fressen wollen, kann es sich sogar bis zu 6 Wochen hinziehen.

Du wirst also Geduld brauchen – es lohnt sich aber, wenn die Katze im folgenden nur noch gesundes Futter frisst.

Beitragsbild, ganz oben: Koldunov Alexey

(Originally posted by Dominik Hollenbach)
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Friday, 03 February 2023

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