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Krebs bei Katzen – warum Früherkennung so wichtig ist

Nicht nur beim Menschen, auch bei unseren Haustieren werden vermehrt Krebserkrankungen diagnostiziert. Neben Unfällen und Krankheiten der inneren Organe zählen Tumore zu den häufigsten Todesursachen bei Katzen. Diese Tatsache ist auch darauf zurückzuführen, dass die tiermedizinische Versorgung in den letzten Jahrzehnten immer besser geworden ist und unsere Stubentiger statistisch gesehen deutlich älter werden – damit steigt allerdings auch das Risiko, an Krebs zu erkranken.

Anzeichen, die auf eine Krebserkrankung hindeuten können

Wird bei der geliebten Katze die Diagnose „Krebs“ gestellt, ist das zunächst ein Schock für den Besitzer – klingt es doch wie ein Todesurteil. Aber auch auf diesem Gebiet ist die Tiermedizin mittlerweile sehr viel weiter, und zahlreiche Krebserkrankungen lassen sich inzwischen gut behandeln, sofern sie nur rechtzeitig erkannt werden.

Da Katzen allerdings wahre Meister darin sind, sich Schmerzen und Krankheiten nicht anmerken zu lassen, ist die Früherkennung gar nicht so einfach. Der US-Krebsforscher und Tierarzt Michael Lucroy hat eine Liste mit Symptomen erstellt, an denen Katzenbesitzer ein mögliches Krebsleiden ihrer Samtpfote bereits in einem frühen Stadium erkennen können.

Die 10 Warnzeichen für Krebs bei Katzen

Schwellungen: Krebs führt zur unkontrollierten Vermehrung von Körperzellen, dadurch entstehen Tumore. Im Gegensatz zu Umfangsvermehrungen durch Verletzungen oder Entzündungen wächst ein Tumor kontinuierlich weiter und bildet sich nicht von alleine wieder zurück.

Schlecht heilende Wunden: Vor allem Hautkrebs ruft bei Katzen im Frühstadium häufig blutige Risse hervor, die als unscheinbare Verletzungen angesehen werden. Heilen solche Stellen nicht innerhalb weniger Tage ab, sollte genauer untersucht werden.

Unklarer Gewichtsverlust: Frisst die Katze normal und wird trotzdem immer dünner, sollte unbedingt nach einer Ursache gesucht werden. Neben Parasiten oder inneren Krankheiten kann auch ein Krebsleiden dahinter stecken.

Fressunlust: Häufig führt Krebs bei Katzen zu Geschwüren der Maulschleimhäute oder des Magens, was starke Schmerzen verursachen kann. Aber auch Tumore oder Metastasen an inneren Organen wie Leber und Niere führen zu Unwohlsein und Appetitlosigkeit.

Ausfluss oder Blutungen: Ungewöhnliche Körperausscheidungen sollten immer als Warnsignal verstanden werden. Schleim, übelriechender Ausfluss aus der Scheide und vor allem die Beimengung von Blut im Speichel, Nasensekret, Harn oder Kot wird häufig durch unterschiedliche Tumorarten verursacht.

Unangenehmer Körpergeruch: Verschiedene Krebsleiden können den Körpergeruch des Patienten verändern. Abgestorbenes Gewebe, Bakterien, die offene Geschwüre besiedeln und zu eitrigen Entzündungen führen – solche Veränderungen verursachen Ausdünstungen, die wahrgenommen werden können. Manche Hunde werden darauf trainiert, bestimmte Krebsleiden bei Menschen durch den spezifischen Geruch zu erkennen und anzuzeigen.

Schluckbeschwerden: Vor allem Tumoren im Maul- oder Rachenbereich behindern eine Katze beim Fressen. Knochenkrebs kann zum Ausfall von Zähnen, Schwellungen und Schmerzen beim Kauen führen, so dass die Katze nicht mehr fressen kann oder will.

Abgeschlagenheit und Bewegungsunlust: Ein Krebsleiden wirkt sich auf die Leistungsfähigkeit des Patienten aus. Ein Tumor in der Lunge behindert die freie Atmung, Krebszellen in anderen inneren Organen können den Stoffwechsel beeinträchtigen, Blutkrebstumore führen zu einer Blutarmut und dadurch zur Schwächung der Katze.

Lahmheit: Vor allem die Lokalisation eines Tumors oder von Metastasen am Skelettsystem führt zu ähnlichen Symptomen wie altersbedinge Gelenkveränderungen, daher wird eine anhaltende Steifheit oder Lahmheit bei älteren Katzen oft in ihrer Bedeutung unterschätzt.

Probleme bei der Atmung oder beim Kot- und Urinabsatz: Jede Krebserkrankung schränkt das betroffene Tier mit der Zeit in bestimmten Verhaltensweisen ein. Tumorzellen in der Lunge oder den oberen Atemwegen können die Atmung behindern, Umfangsvermehrungen im Bereich des Darms oder der harnableitenden Wege führen zu Schwierigkeiten beim Absetzen von Kot oder Urin. Jede Änderung im Verhalten des Stubentigers sollte daher auch im Hinblick auf ein mögliches Krebsleiden betrachtet werden.

Allerdings ist keines der genannten Symptome ein eindeutiger Hinweis auf Krebs, sondern könnte ebenso auf eine andere Krankheit hindeuten. Daher ist es besonders wichtig, die Katze im Verdachtsfall möglichst schnell tierärztlich untersuchen zu lassen. Denn handelt es sich tatsächlich um eine Tumorerkrankung, zählt buchstäblich jeder Tag, um alle Möglichkeiten für eine erfolgreiche Therapie ausschöpfen zu können.

Katzen Krebs und Tumorbildung

Häufige Krebserkrankungen bei Katzen

Auch wenn es prinzipiell an jedem Körpergewebe der Katze zu einer Entartung und unkontrolliertem Zellwachstum kommen kann, treten statistisch gesehen vor allem folgende Krebsarten auf:

Nicht in jedem Fall lässt sich eine genaue Ursache für Krebs ausmachen. Medizinisch wird von einem multifaktoriellen Geschehen ausgegangen, bei dem sowohl Umweltfaktoren und Veranlagung als auch das Alter des Tieres eine Rolle spielen. Rund 50% aller Katzen über zehn Jahre entwickeln Tumore.

Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten bei Krebs

Katzen Krebs Vorsorge beim Tierarzt

Treten bei einer Katze Symptome auf, die unspezifisch erscheinen oder auf einen Tumor hindeuten könnten, sollte das Tier möglichst schnell einem Tierarzt vorgestellt werden. Durch die gezielte Untersuchung mit speziellen Verfahren können Auffälligkeiten abgeklärt und die Gefahr einer weiteren Ausbreitung der Krebszellen bestenfalls abgewendet werden.

Je nachdem, welche Symptome die Katze zeigt oder an welcher Stelle sich zum Beispiel ein Tumor entwickelt hat, kann eine Untersuchung mit Röntgenstrahlen oder Ultraschall eine Schwellung sichtbar machen. Mit Hilfe von Blutuntersuchungen lassen sich Formen von Blutkrebs wie eine Infektion mit FeLV nachweisen.

Durch eine Biopsie, also die Entnahme einer Gewebeprobe direkt aus dem veränderten Bereich, lässt sich zudem abklären, um welche Art von Tumor es sich handelt. Manche Krebsarten lassen sich allerdings nur durch hochtechnisierte Bildgebungsverfahren wie eine Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) aufspüren, die meist in spezialisierten Tierkliniken eingesetzt werden.

Ist die Krebsdiagnose abgesichert, sollte schnellstmöglich eine Behandlung begonnen werden. Je nach Lage des Tumors ist die chirurgische Entfernung des betroffenen Gewebes häufig der erste Schritt in der Therapie. Im besten Fall und bei frühzeitiger Erkennung der Ursache kann dadurch sogar eine vollständige Heilung erreicht werden.

Da Krebs bei Katzen aber oft erst in einem fortgeschrittenen Stadium erkannt wird, ist das Ziel der modernen Tiermedizin meist nicht die Heilung, sondern die Erhaltung oder Verbesserung der Lebensqualität der Katze.

Dazu werden unterschiedliche Behandlungsmethoden wie Strahlentherapie oder der Einsatz zytotoxischer Medikamente zur gezielten Abtötung der Krebszellen angewandt. Eine solche Chemotherapie kann der Katzenbesitzer nach einer genauen Einweisung beim Tierarzt sogar zuhause durchführen.

Prognose

Wird bei Deiner Katze die Diagnose „Krebs“ gestellt, muss das heutzutage kein Grund für die sofortige Einschläferung des Tieres sein. Im Gegenteil ist die moderne Veterinärmedizin bereits auf einem vergleichbar hohen Wissensstand wie die Humanmedizin und hat viele Therapiemöglichkeiten, um Deiner Samtpfote zu helfen.

Selbst wenn die Lebenserwartung der kranken Katze nicht erheblich verlängert werden kann, so lässt sich doch mit einer gezielten Krebsbehandlung erreichen, dass es dem Tier in der ihm verbleibenden Zeit gut geht und seine Lebensqualität nicht durch Schmerzen eingeschränkt wird.

Vorbeugung

Eine umfassende Vorbeugung gegen Krebserkrankungen bei Katzen gibt es leider nicht. Einzig das Feline Leukämievirus kann als Auslöser durch eine frühzeitige Impfung relativ sicher abgewehrt werden, wenngleich auch diese Impfung nicht unumstritten ist und im Einzelfall mit dem Tierarzt besprochen werden sollte.

Als Katzenbesitzer kannst Du dennoch viel zur Gesundheit Deines Stubentigers beitragen, indem Du von Anfang an auf eine hochwertige Ernährung achtest, die das Tier mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt. Ausreichende Bewegung, viel frische Luft und eine intensive Beschäftigung mit Deiner Katze helfen ebenfalls, viele Krankheiten abzuwehren und vor allem mögliche Anzeichen frühzeitig zu erkennen.

Fazit

Krebserkrankungen kommen auch bei Katzen häufig vor. Wird die Krankheit frühzeitig erkannt, stehen die Aussichten auf eine Heilung gar nicht so schlecht. Zumindest kann durch moderne Therapieverfahren erreicht werden, dass Dein Stubentiger keine Schmerzen hat und in der Zeit, die Euch bleibt, nicht unnötig leiden muss.

Bildquellen:

1. Prystai / Shutterstock.com 2. misharin / Shutterstock.com 3. brodtcast / Shutterstock.com 4. Krakenimages.com / Shutterstock.
(Originally posted by Dr. Heike Pankatz)
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Saturday, 02 December 2023

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